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07.04.2006
Vortrag und Diskussion: Was hält Europa zusammen? im Goethe-Institut Athen


Vortrag und Diskussion

Was hält Europa zusammen?
Die EU zwischen Erweiterung und Vertiefung

Ein Vortrag von Heinrich August Winkler, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Berliner Humboldt-Universität

Einführung und Moderation: Tassos Giannitsis, Professor an der Universität Athen, ehem. Minister

Freitag, 7. April 2006, 19.30 Uhr
im Saal des Goethe-Instituts, Omirou 14-16

Die europäische Einigung steckt in einer tiefen Krise, u.a. weil die Erweiterung der EU der Vertiefung weit vorausgeeilt ist. Die Vertiefung verlangt Reformen, wie sie der gescheiterte Verfassungsvertrag vorsah. Zur Vertiefung gehört aber sehr viel mehr als handlungsfähige Institutionen und transparente Entscheidungsprozesse. Europa braucht ein “Wir-Gefühl”: Nur wenn die Europäer ein Bewusstsein ihrer gemeinsamen Prägungen und Werte entwickeln, hat die EU eine Chance, in wichtigen Fragen mit einer Stimme zu sprechen. Das aber ist notwendig, wenn die Europäische Union ihr politisches Gewicht in der Welt erhöhen will.

Heinrich August Winkler, geboren 1938 in Königsberg, studierte Geschichte, Philosophie und öffentliches Recht in Tübingen, Münster und Heidelberg. Nach der Habilitation 1970 an der Freien Universität Berlin lehrte er zunächst dort, dann von 1972 bis 1991 in Freiburg i.Br. Seit 1991 ist er Professor für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität. Er ist Mitherausgeber der “Berliner Ausgabe” der Reden und Briefe von Willy Brandt. 1993 legte er das Buch “Weimar 1918 - 1933. Die Geschichte der ersten deutschen Demokratie” vor. In seinem 2000 erschienenen zweibändigen Werk “Der lange Weg nach Westen. Deutsche Geschichte vom Ende des Alten Reiches bis zur Wiedervereinigung” zeichnet er den langen Weg Deutschlands zum Nationalstaat und zur Demokratie nach.

(in deutscher und griechischer Sprache mit Simultanübersetzung)

Eintritt frei