08.12.2006 LITERARISCHE WEGE> GRIECHENLAND – ÖSTERREICH
LITERARISCHE WEGE
GRIECHENLAND – ÖSTERREICH
Drei griechische und drei österreichische Dichter
am Freitag, den 8. Dezember 2006, 20 Uhr
im Kulturzentrum „Melina Merkouri“ der Gemeinde Ilion Adresse: Agiou Fanouriou 99, Ilion
Sechs der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen griechischen und österreichischen Dichtung werden in einer Veranstaltung, die von der Gemeinde Ilion und der Österreichischen Botschaft organisiert wird, am Freitag, den 8. Dezember um 20:00 Uhr im Kulturzentrum „Melina Merkouri“ der Gemeinde Ilion zusammentreffen und miteinander diskutieren.
Nanos Valaoritis, Tassos Denegris und Dimitris Lyacos aus Griechenland und Christoph Bauer, Sabine Gruber und Ferdinand Schmatz aus Österreich werden ihre Gedichte vortragen und über ihre Erfahrungen mit der Dichtung im Rahmen einer Diskussion, die von Wiktor Iwanowitsch koordiniert wird, sprechen.
Auszüge aus dem Werk der sechs Dichter werden in einer speziellen, zweisprachigen Ausgabe veröffentlicht. Nina-Maria Wanek hat die Übersetzungen aus dem Griechischen und Lina Sipitanou die Übersetzungen aus dem Deutschen vorgenommen.
Lebensläufe der Schriftsteller
Nanos Valaoritis Nanos Valaoritis wurde 1921 in Lausanne geboren. Er hat Klassische Philologie und Jura an der Universität Athen, Englische Literatur an der Universität London und Mykenische Sprache unter Michel Lejeune an der Hochschule Sorbonne studiert. In der Zeit von 1944 bis 1953 hat er Werke modernistischer griechischer Dichter übersetzt und in den Zeitschriften New Writing, Horizon von John Leman und Cyril Connoly veröffentlicht. Er hat T.S. Eliot, Steven Spender, W.H. Auden und Dylan Thomas kennen gelernt und mit dem Dichter Louis McNeice bei BBC zusammen gearbeitet. 1959-1960: Er ist nach Paris umgezogen, wo er an den Konferenzen und der Aktionen der Surrealistischen Gruppe rund um Andre Breton teilgenommen hat. 1960 – 1968: Er ist nach Griechenland zurückgekehrt, wo er die Zeitschrift PALI 1963-1967 herausgegeben hat. In der Zeit von 1968 bis 1993 hat er Creative Writing und Vergleichende Literaturwissenschaft an San Francisco State University unterrichtet. 1976 – 1978: Er ist nach Paris zurückgekehrt und war Mitarbeiter bei vielen surrealistischen und postsurrealistischen Zeitschriften. In Kalifornien hat er sich mit einer neuen Interpretation von Homer betreffend das Alphabet befasst und mit vielen Zeitschriften sowie mit der neosurrealistischen Bewegung in San Francisco zusammengearbeitet. Er und Andreas Pagoulatos waren Direktoren der Zeitschrift SINTELIA 1989-1998 und 1991 hat er die Ausstellung der griechischen Surrealisten im Centre Pompidou betreut. Seine letzten Bücher sind: „Sie kennen Elpiniki“ (Prosa Ilektra), „Die wieder geöffnete Büchse der Pandora“.
Tassos Denegris Tassos Denegris wurde 1934 in Athen geboren. Er hat ein Filmstudium in Rom absolviert. Er hat 6 Poesiesammlungen herausgegeben. Er hat Werke von J.D. Paso, Cortazar, Borjes, Stevenson, Montalvo, O. Paz, I.B. Singer und A.B. Casates übersetzt. Seine Bücher sind in Großbritannien, Spanien und Portugal herausgegeben worden. 1975 hat er am International Writing Program in den USA teilgenommen. Er hat sich an Poesiefestivals in Strasbourg, Cambridge, Murcia, Belgrad, Neu Delhi, Medelling / Kolumbien und Lima / Peru beteiligt. Er lebt in Athen.
Dimitris Lyacos Dimitris Lyacos wurde 1966 in Athen geboren. Die Trilogie „Poena Damni“ (Z213: Exit, Nyctivoe, Der erste Tod) ist ins Englische, Spanische, Italienische und Deutsche übersetzt und in den meisten Europaländern sowie in den USA vorgestellt worden. Sein Werk, die bildhauerische Audioinstallation NYCTIVOE (aus dem gleichnamigen Buch), das 2004 in London aufgeführt wurde, ist bis Ende 2005 auf Tournee in Europa gegangen. Eine Moderne Dance-Vorstellung, die auf dem gleichen Werk basiert, läuft seit Mai 2006 in Griechenland. Letzten November hat Dimitris Lyacos sein Werk n der Universität Oxford vorgestellt. Für weitere Informationen über den Autor: www.lyacos.net
Christoph Bauer Christoph W. Bauer wurde 1968 geboren und arbeitet als Schriftsteller und Chefredakteur der Zeitschrift WAGNIS in Innsbruck. Er schreibt Lyrik, Prosa, Theaterstücke, Essays, Hörspiele und hat in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Seine Werke werden auch im Rundfunk gesendet. Er leitet Schreibwerkstätten und Lyriklabore und ist Referent am Pädagogischen Institut. Er hat verschiedene Preisauszeichnungen und Stipendien erhalten.
Bücher: wege verzweigt. Gedichte (1999) die mobilität des wassers musste man mieten können. Gedichte (2001) fontanalia. fragmente. Gedichte (2003) Aufstummen. Roman (2004) supersonic. Gedichte (2005)
Sabine Gruber Sabine Gruber wurde in Meran / Italien geboren. Sie hat Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften in Innsbruck und in Wien studiert. In der Zeit von 1988 bis 1992 war sie als Lektorin an der Universität Venedig tätig. Seit 2000 arbeitet sie als Schriftstellerin. Sie lebt in Wien. Bücher: Aushäusige, Roman, Wieser-Verlag 1996 dtv 1999, Fang oder Schweigen, Gedichte, Wieser-Verlag 2002 Die Zumutung, Roman, C.H.Beck-Verlag 2003
Ferdinand Schmatz Schriftsteller und Essayist. Er hat Germanistik und Philosophie in Wien studiert. In der Zeit von 1983 bis 1985 war er als Lektor an der Universität Tokyo tätig. Er hat das Werk von Reinhard Priessnitz herausgegeben. In der Zeit von 1995 bis 1996 war er Juror beim Bachmann-Wettbewerb. Er lebt in Wien. Preise: 1999 Christine Lavant Lyrik-Preis, 2000 Anton Wildgans Preis, 2004 Georg Trakl Preis. Letzte Ausgaben: das grosse babel,n. Gedicht (1999) portierisch. Roman (2001) tokyo, echo oder wir bauen den schacht zu babel, weiter. Gedicht (2004) Felicitas Leitner und der verlorene Rettungsring. Hörspiel (ORF 2004)
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